Webmail: Roundcube

Heute sollten wir noch eine wichtige Funktionalität hinzufügen: Webmail. Viele setzen auf SquirrelMail, was für Imap bestens geeignet und sich bereits sehr bewährt hat.
Ich möchte dir heute aber ein anderes Mailprogramm vorstellen, das du vielleicht schon mal gehört hast: RoundCube. Es ist optisch sehr ansprechend, AJAX-basierend allerdings noch relativ arm an Features.

  1. Zunächst laden wir uns mal das Archiv von der Website. Man kann es auch aus den Ports installieren, aber ich bin bei Webapplikationen kein Fan davon.

  2. Anschließend legen wir ein neues Verzeichnis auf dem Webserver an und entpacken das Archiv dorthin.

  3. Jetzt müssen wir lediglich die Konfigurationsdatei in 'config/main.inc.php' anpassen. Die Datei ist sehr gut kommentiert, daher will ich hier mal wieder nicht drauf rumreiten, aber folgende Parameter musst du wie folgt anpassen:
    • $rcmail_config['default_host'] = 'ssl://<DEIN-MAILHOST>';
    • $rcmail_config['smtp_server'] = '<JAIL-IP DES MAILHOST>';
    • $rcmail_config['smtp_user'] = '';
    • $rcmail_config['smtp_pass'] = '';
    • $rcmail_config['smtp_auth_type'] = '';

    Wichtig ist, dass ihr keinen Benutzernamen und kein Passwort angebt. Warum? Nun, in unserer Konfiguration hatten wir die Jails als Relay-Hosts eingetragen, dadurch würde der Versuch einer Authentifizierung das Senden zum Scheitern bringen.
    • $rcmail_config['imap_root'] = '';
    • $rcmail_config['drafts_mbox'] = 'Drafts';
    • $rcmail_config['junk_mbox'] = 'Junk';
    • $rcmail_config['sent_mbox'] = 'Sent';
    • $rcmail_config['trash_mbox'] = 'Trash';
    • $rcmail_config['default_imap_folders'] = array('Drafts', 'Sent', 'Junk', 'Trash');

    Das sind die Verzeichnisnamen auf dem Imap-Server. Diese verknüpfen wir hiermit in der Software.

  4. Anschließend musst du noch die Datei 'config/db.inc.php' anpassen. Dort müssen lediglich die Datenbankverbindungsdaten eingetragen werden.

  5. Jetzt legen wir noch eine Datenbank an und importieren das SQL-Skript, in unserem Falle 'SQL/mysql5.initial.sql'

  6. Jetzt kannst du das Webmail-Skript über deine Browser öffnen. Als Benutzername gibst du deine E-Mail-Adresse an und dein normales Passwort. Denn Roundcube hat keine Benutzerverwaltung sondern gibt die Daten direkt an den Mailserver weiter. Den Benutzernamen kannst du auch, je nach Konfiguration von RoundCube, auch ohne die Domainendung eingeben.

  7. Zum Schluss sollten wir noch das Verzeichnis 'SQL' löschen. Den brauchen wir jetzt nicht mehr.
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  • October 5, 2007, 11:08 pm - Benedikt

    Es ist, wie gesagt, Geschmacksache. Ich lade lieber das Archiv herunter und entpacke es an die von mir gewünschte Stelle um die Software entsprechend zu konfigurieren. Gerade bei Webapplikationen habe ich lieber die volle Kontrolle und weiß was wo liegt. Bis ich dann den Makefiles gesagt habe, wo was hinzuinstallieren ist, mach ich es gleich selber :-).

    Ich schreibe niemandem vor wie er das für sich regelt, ich persönlich bevorzuge es nunmal über die Orginialarchive der Website.

    Natürlich hindere ich dich nicht daran, es über die Ports zu tun...

  • October 5, 2007, 9:49 pm - Aron

    > Man kann es auch aus den Ports installieren, aber ich bin bei Webapplikationen kein Fan davon.

    Grund?

    - Updates fallen leichter über die Ports.
    - Man muss nicht erst suchen nach dem SRC-Archiv auf einer Seite suchen.
    - man muss es nicht mit hand irgend wo hin entpacken.
    - Über Sekurite-Dinge wirst du gewarnt.
    - Die meisten Ports teilen sogar mit nach dem install was weiter zu tuen ist.
    - Und ``make install && echo "Alias /roundcube/ /usr/local/www/roundcube" >> /usr/local/etc/apache/Includes/alias.conf'' ist schon alles was man tuen muss.

    Also Grund?